Pacific Quartet Vienna

Pacific Quartet Vienna

Aktuelle Programme

Mozart aus der Sicht der Romantik

Im Frühling 1842 setzte sich Robert Schumann intensiv mit den Streichquartetten Haydns, Mozarts und Beethovens auseinander, bevor er in wenigen Wochen seine drei Streichquartette, darunter auch das A-Dur Quartett op. 41, Nr. 3 komponierte. Sein Streben nach Formvollendung, Reinheit des Satzes und insbesondere vokaler Linienführung lassen ihn in diesem Konzertprogramm in direkten Dialog mit Mozarts Quartett in d-Moll KV 421 treten: Mozarts Streichquartett drückt durch die Tonart eine besondere Intensität und Unruhe sowie Todesnähe aus, während bei Schumann das A-Dur in sehnsuchtsvoller Unruhe mündet. Schumann könnte insofern auch von Mozarts Quartett inspiriert worden sein, als dass beide Quartette einen Variationssatz aufweisen.

Robert Schumann: Streichquartett A-Dur, op. 41 Nr. 3
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett d-Moll, KV421

Kunst des Kontrapunktes

Ausgangspunkt dieses Programms ist die Kunst des Kontrapunktes. Die beiden ersten Sätze des Quartetts „Sonate a 4“ von A. Scarlatti stehen sinnbildlich für den Höhepunkt des barocken Kontrapunktes, zumal sie als formvollendete Fugensätze, beziehungsweise Perpetum Mobile Sätze komponiert wurden, und ein leichter dritter Tanzsatz huldigt zudem der barocken Tanzsuite. Haydn als „Vater des Streichquartettes“ verbindet in seinem Streichquartett op. 20 Nr. 5, f-Moll neue rhetorische Formen und Gedankengut der Aufklärung mit der großen, barocken Kompositionskunst des Kontrapunktes. Mozart, im Mittelpunkt des Konzertes, widmet wiederum sein „Dissonanzen-Quartett“ in C-Dur, KV 465 Joseph Haydn. Das Quartett verbindet auf wunderbare Weise all diese kompositorischen Stilmittel, und durch seine dem Belcanto nahen Melodien fließt ein Hauch der Opernwelt mit ein.

Alessandro Scarlatti: Sonate a 4 Nr. 4, d-Moll
Joseph Haydn: Streichquartett f-Moll, op. 20 Nr. 5, Hob.III:35
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur, KV465 „Dissonanzenquartett“

Klänge aus Pannonien

Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten mit starkem Bezug zu ungarischer Musik. Eine exzellente Auswahl von Streichquartetten von Joseph Haydn, Béla Bartók und Johannes Brahms

Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur, op. 54 Nr. 2
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll, op. 51 Nr. 2

 

Ist es wahr?

Mit einem Zitat aus seinem eigenen Lied „Ist es war?" beginnt und beschließt Mendelssohn das Quartett a-Moll mit einem Adagio-Teil. Das junge Genie nahm die neuesten und komplexesten Streichquartette Beethovens als Vorbild und schrieb ein richtungsweisendes Quartett, das bereits als erster Höhepunkt seines Schaffens gilt. Mendelssohn greift darin den Ton und auch formale Strukturen aus Beethovens Streichquartett op. 132 auf.

Franz Schubert: Quartettsatz c-Moll, D 703
oder Hugo Wolf: Italienische Serenade für Streichquartett
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichquartett a-Moll, op. 13
Ludwig van Beethoven a-Moll, op. 132

 

Silent Flowers

Die Musik des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa ist eine fesselnde Kombination aus westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Ästhetik. Die Musik entfaltet sich gleich einer Blüte immer wieder aus der Stille. Das Pacific Quartet Vienna kombiniert dieses spannende Werk mit weiteren Schätzen des 20. Jahrhunderts, die heute als Meilensteine des Schaffens der Komponisten gelten.

 

Kinderkonzert - Die klingenden Märchen

Das aktuelle Programm für Kinder widmet sich dem Kulturaustausch. Aus den fünf Heimatländern der Mitglieder des Quartetts wurde jeweils ein Märchen ausgewählt, das von dort stammenden, jungen Komponisten vertont wurde. Musik und Text fließen in diesen Konzerten ineinander über. Die Märchen selber werden von den Erzählerinnen Fränzi Frick und Barbara Altwegg gelesen. Neben der Musik und der Märchenerzählung gibt es für die Kinder und Erwachsenen eine kurze Instrumenten-Vorstellung und weitere Instrumente zu hören wie Bambus-Flöte, Donner-Macher, Xylophon, mit denen die Märchen mit den passenden Sound-Effekten versehen werden. Ein besonderes Highlight ist auch das Spiel auf der chinesischen Geige, das man in Europa nur selten zu hören bekommt.

Konzertdauer: circa 45 Min


Und viele weitere Programne...

Gerne können wir Ihnen aus Werken dieser Komponisten Programme zusammenstellen: Hiromasa Aizawa, Gàbor Barta, Béla Bartók, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, George Crumb, Claude Debussy, Martin Derungs, Antonín Dvořák, Carlos Gardel, George Gershwin, Sofia Gubaidulina, Georg Friedrich Haas, Joseph Haydn, Reinhard Karger, Linus Köhring, Ernst Krenek, Matthew Locke, Toshirô Mayuzumi, Akira Miyoshi, Wolfgang Amadeus Mozart, Roh Ogura, Giacomo Puccini, Maurice Ravel, Giovanni Battista Sammartini, Alessandro Scarlatti, Johann Schrammel, Franz Schubert, Robert Schumann, Johann Strauss (Sohn), Anton Webern

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