Blumenlese

Blumenlese
Dieser poetische Name steht für eine Sammlung von zeitgenössischen Klavierliedern und Klavierstücken der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es ist die Zeit des sich ausprägenden Bürgertums mit seinem Interesse an Philosophie, Literatur und praktischem Musizieren. Der Herausgeber und Verleger der Blumenlese-Sammelbände ist Heinrich Philipp Bossler in Speyer, der insbesondere als Verleger Ludwig van Beethovens in die Musikgeschichte eingegangen ist. Die Blumenlese, eine zu Unrecht fast völlig unbekannte Repertoiresammlung von faszinierender Vielseitigkeit, ist für uns heute eine wahre Fundgrube, um dem Geschmack und der häuslichen Musizierpraxis der damaligen Zeit auf die Spur zu kommen.

Das Programm bringt eine große Auswahl von Liedern aus der Blumenlese zu Gehör. Kleinen Liedern folgen größere Balladen und opernhafte Szenen, und so manches mal stößt man auf berühmte Texte, die man sonst nur als Vertonungen von Mozart, Beethoven oder Schubert kennt. Das Programm kombiniert die Lieder mit Solo-Klavierstücken aus der Sammlung, die sich den Liedern anschließen und häufig eigens dazu komponiert wurden. Eingerahmt wird das Programm von Beethovens Mondschein-Sonate und seinem Liederzyklus op. 83.


Die CD ist ein Live-Mitschnitt des Konzerts vom 4. Juli 2010 im Karmeliterkloster in Frankfurt am Main. Gespielt wurde auf einer Kopie eines Hammerflügels nach Anton Walter (Wien 1795) aus der Werkstatt von Michael Walker, Neckarsteinach. Die Aufnahme wurde durchgeführt von Klaus Kucks Produktionen, Nachbearbeitung von Christian Kucks.


Annette Wieland (Mezzosopran) & Katharina O. Brand (Hammerflügel)


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